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Energiewende gestalten!
Ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich

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Jusos Rhein-Kreis Neuss stellen energiepolitischen Antrag zur Landeskonferenz (Lako) der NRWJusos

Nach Fukushima und dem deutschen Atomausstieg hat die Energiewende an Fahrt gewonnen. CO2-Neutralität, Ausbau erneuerbarer Energien, der Ausstieg aus fossilen Energieträgern, Energie- und Ressourceneffizienz in Wohnen, Industrie und Mobilität sind nur wenige Aspekte, die die Energiewende zu einer gesellschaftlichen Herausforderung machen – nicht nur national, sondern auch international, denn „Klima- und Umweltpolitik endet nicht an Landesgrenzen“, weiß Juso-Vorsitzender Daniel Kober.

Während ihrer ersten Themenkonferenz haben die Kreis-Jusos intensiv über die Energiewende diskutiert und einstimmig das Positionspapier „Energiewende gestalten! Ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich“ verabschiedet. Die Eckpunkte fasst Daniel Kober zusammen: „Wir Jusos sehen eine gemeinsame europäische Linie als notwendig an. Es nützt nichts, wenn die Bundesrepublik aus der Kohle- und Atomenergie aussteigt, während das übrige Europa neue Tagebaue, Kraftwerke und Atommeiler aufbaut.“

Kreis-Vorsitzender Daniel Kober
Kreis-Vorsitzender Daniel Kober

Zugleich bewerten die Kreis-Jusos die aktuelle Klimaschutzpolitik, die sich bei ihrem Ziel der CO2-Einsparung einseitig auf die Energieindustrie fokussiert, als Hindernis für die industrielle Entwicklung gerade auch in Nordrhein-Westfalen wie Daniel Kober ausführt: „Ohne zuverlässige Speichertechnologien, die bei schwachen Wind und wenig Sonne einspringen, brauchen wir grundlastfähigen Strom wie beispielsweise aus der Braunkohle, damit unsere Produktionsstätten in Chemie, Metall und Mobilität nicht stillstehen und es so zu einem immensen volkswirtschaftlichen Schaden kommt.“

Deshalb werben die Jusos dafür, Klimaschutz als Querschnittsaufgabe zu verstehen. „Zu berücksichtigen sind etwa auch energieeffizientes Bauen und Heizen sowie eine Verkehrswende weg vom Individualverkehr hin zu mehr Bus, Bahn und Fahrrad“, so Kober. Wichtig sind aus Sicht der Jusos auch ein verstärktes Forschungsengagement in Speichertechnologien, ein vermehrtes Werben bei der Bevölkerung für die Energiewende sowie Strukturhilfen für Regionen mit Standorten der Kohleverstromung. „Nur so kann die Energiewende ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich umgesetzt werden“, fasst Juso-Chef Daniel Kober abschließend zusammen.

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